Freddi Banani - Pflege

Danke, daß Sie sich für mich entschieden haben! Wenn Sie nett zu mir sind und mich gut behandeln, werde ich Ihnen große Freude bereiten und Ihre Nachbarn und Besucher werden sicherlich staunen, wie ich bei Ihnen im Garten oder auch in einem dementsprechend großen Topf wachse. Innerhalb einer Saison kann ich, unter optimalen Bedingungen, eine Höhe von 4 bis 5 Metern (max. 7m) erreichen. Das hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab wie dem:

Gießen: Meine großen Blätter und mein Stamm brauchen sehr viel Wasser. Deshalb brauche ich speziell in den Sommermonaten immer feuchte Füße. Das Substrat (die Erde) sollte immer feucht sein. Umso größer der Topf, umso mehr Wasser kann die Erde speichern und Sie brauchen seltener nachgießen. Jedoch sollte ich nicht ertränkt werden. d.h. Erde regelmäßig feucht halten und Staunässe im Untertopf vermeiden, denn das kann zur Wurzelfäulniß führen.. Im Garten kann ich tiefe Wurzeln schlagen, jedoch sollte auch hier geachtet werden, daß der Boden niemals komplett austrocknet. Spätestens wenn ich meine hängen lasse, sollten Sie mir dringend etwas zum Trinken geben. Wie bei allen Pflanzen sollte kein kaltes Gießwasser verwendet werden.

Düngung und Erde: Ich bin ein richtiger Vielfraß! Wasser und Dünger, die liebe ich sehr. Auch hier ist die Größe des Topfes wichtig. Wenn ich in einen größeren Topf umgetopft werde, sollte handelsübliche Beet- und Balkonpflanzenerde (humusreiche Erde) verwendet werden. Diese ist normalerweise schon etwas vorgedüngt. Die Erde kann ebenfalls Nährsalze (Dünger) speichern, die ich bei Bedarf durch die Wurzeln aufnehme. Im Garten ist der Boden meist gut gedüngt, falls nicht, sollte speziell anfangs nachgedüngt werden. Sie können mich mit handelsüblichen, ausgeglichenen Dünger oder auch Blaukorn füttern.
Düngen ist bei einer Banane unerlässlich. Mit dem Düngen wird im März begonnen und wöchentlich bis in den Oktober fortgesetzt. Verwenden Sie einen organischen Dünger und stellen Sie im Winter das Düngen gänzlich ein.

Standort: Im Freien bevorzuge ich, wie alle Bananenarten, windgeschützte Plätze. Meine Blätter können eine Länge von bis zu 2 m bzw. eine Breite von 60 cm erreichen. Das ist eine große Fläche, die durch Windböhen eingerissen werden kann.
Diese Risse in den Blättern sind mechanischer Natur und schaden nicht dem Wuchs und sind eigentlich nur optisch ersichtlich. Je windstiller der Standort, je höher kann ich wachsen.

Schädlinge: Pfui, mag ich nicht! Ich bin ja wirklich nicht heikel, aber ekeln Sie sich nicht etwa auch vor Spinnmilben oder Läusen? Ja genau, und da es für mich leider kein Shampoo gibt, sollten Sie auf Spinnmilben auf der Unterseite meiner großen Blätter achten und mich vorbeugend mit einem Pflanzenschutzmittel gegen den Befall von Spinnmilben und Läusen behandeln. (benützen Sie ein handelsübliches Pflanzenschutzmittel erhältlich beim Gärtner Ihres Vertrauens)

Das Überwintern:
Im Winter bremsen die teifen Temperaturen meinen Wuchs und somit auch den tropischen Zauber. Nach den ersten Frösten erfrieren die Blätter. Mein Rhizom (Stamm) kann Temperaturen von bis zu -16oC überstehen. Natürlich hängt es davon ab, ob Sie mich in einem Topf halten oder ob Sie mich ins Freie gesetzt haben.

Freddi Banani im Topf: In einem großen Topf fühle ich mich sehr wohl. Ich empfehle Ihnen mich in den Wintermonaten entweder in einen Wintergarten oder einen sonnigen Platz im Treppenhaus oder in der Wohnung zu stellen. Falls ich zu groß bin können Sie meinen Stamm (bei ca. 30cm Höhe) abschneiden und in die forstfreie Garage (etwas natürliches Licht sollte vorhanden sein) stellen. Der Topf sollte nicht naß, aber leicht feucht gehalten werden. Im Frühjahr treibe ich wieder aus und begeistere Sie mit einer noch bezaubernderen Blattshow.

Im Topf kann ich im Freien bei Temperaturen unter -4oC nur sehr bedingt überleben. Grund hierfür ist die Tatsache, daß die Erde im Topf von allen Seiten bis zu 20-30 cm einfrieren kann. Das bedeutet, daß auch die Wurzeln eingefroren sind und ich somit wie in einem Eisblock eingefroren bin. In diesem Fall stehen meine Überlebenschancen sehr gering.

Freddi Banani im Freien: Wenn Sie mich im Frühjahr ins Freie gesetzt haben, hatte ich bis zu den ersten kühlen Nächten bereits 5 Monate Wachstum hinter mir. Ich hatte Zeit zu wachsen und mein Rhizom sollte stark genug sein, um den Winter gut zu überbrücken.
Die Wurzeln und das Rhizom ragen tiefer in den Boden unter den Gefrierpunkt der Erde. Jetzt bitte ich Sie, mir einen kleinen Schlafsack für meinen Winterschlaf zu schenken und folgendermaßen vorzugehen:

Methode „Wintermütze": Schneiden Sie mein Rhizom und meine Neutriebe kurz vor Wintereinbruch (nach den ersten Frostnächten) auf eine Höhe von ca. 20 cm zurück. Den großen Stamm und die Blätter können Sie kompostieren oder mulchen. Um den Stamm sollte Unkraut beseitigt werden, damit der Stamm frei steht. Jetzt mit trockenem Stroh, ähnlich einem Vogelnest, das Rhizom und die Neutriebe einpacken. Der Strohballen sollte 40 bis 50 cm um und über den Stamm gelegt werden. Das Stroh hält die Temperatur um das Rhizom konstant und schützt vor Wind und extremen Temperaturschwankungen.

Methode „Schlafsack": Schneiden Sie die Blätter des Hauptstammes und der Neutriebe an der Unterkante ab (der Blattstiel sollte nicht abgeschnitten werden). Jetzt kann man mich mit einer Strohmatte einwickeln und den Inhalt mit Stroh füllen. Sollten Sie keine Strohmatten zur Hand haben, können Sie mich auch mit Stroh und mit einen Vlies einwickeln. An der Oberkante sollte ein Plastiksack angebracht werden der vor Regen und somit vor Fäulnis schützt. Jedoch sollte das ganze locker aufgebaut sein, damit es eine durchlüftet und abgetrocknet wird.

Methode „Eskimo": Falls die Temperaturen an einem Standort nicht zu extrem (-4oC) sind und ich an einem windgeschützten Ort stehe, können Sie Blätter entfernen und den Stamm auch nur mit Stroh umgeben und es dabei belassen. Diese Methode empfiehlt sich vorwiegend für mildere Gebiete wie z.B. in Norditalien.